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10403354_684254641611140_833395974775146751_nSebastian Lucke, Diplom-Pädagoge & fds-Landesgeschäftsführer  zum Start der aktuellen Tarifverhandlungen im Sozial- und Erziehungsdienst:

Unbestritten ist die bisherige Entlohnung der Beschäftigten in den Sozial – und Erziehungsdiensten, sprich von Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen und allen anderen pädagogischen Fachkräften in diesem Bereich – gemessen an den stets steigenden gesellschaftlichen Erwartungen von Erziehung und Bildung – mehr als unterdurchschnittlich. Ver.di und GEW setzen sich daher gemeinsam in der aktuellen Tarifauseinandersetzung für eine deutliche Steigerung der Bezahlung aller sozialpädagogischen Fachkräfte, u.a. durch eine höhere Eingruppierung ein.

Dies gilt es als LINKE zu begrüßen und zu unterstützen. Jedoch sollte diese nicht nur quasi als Ersatzgewerkschaft jene Forderungen gebetsmühlenartig wiederholen, sondern versuchen die politische Diskussion einerseits auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten und andererseits gleichsam auf die allgemeinen Bedingungen, unter denen Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen aktuell stattfindet, zu lenken.

Es geht in erster Linie darum, vor allem Eltern, welche im aktuellen Tarifkonflikt wichtige Bündnispartner sind, den Zusammenhang zwischen guten Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten und guten Erziehungs- und Bildungsbedingungen für ihre Kinder zu verdeutlichen. Denn nur mit den Eltern an der Seite können die SuE-Beschäftigten ihren Forderungen gegenüber den kommunalen Arbeitgebern Nachdruck verleihen.

Die LINKE täte daher gut daran die aktuelle Tarifrunde in den Sozial- und Erziehungsdiensten gleichsam als Chance für eine Qualitätsoffensive im Erziehungs- und Bildungsbereich zu begreifen und diese ebenso in die Öffentlichkeit zu tragen.

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