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11401236_10153005171288434_4028889408440031112_nWenn sich eine Person wie Gregor Gysi aus der ersten Reihe der Politik zurückziehen will, dann ist jeder Zeitpunkt der Falsche. Er war in seiner Rolle als Fraktionsvorsitzender Anker und Vordenker, Herz und Hirn, Abteilung Attacke und Versöhner in Einem. Doch vor allem war und ist er Mensch.

Zwar hinterlässt sein Rückzug ein in jeder Hinsicht großes Loch in unserer Partei. Doch es ist nicht richtig seine Entscheidung zu bedauern, sondern viel mehr sein Engagement für unsere Partei – welches nicht überschätzt werden kann – zu würdigen. Sein Engagement für die Ostdeutschen nach der Wiedervereinigung, das Zusammenführen von PDS und WASG zur neuen LINKEN, seine Wirkung in die Öffentlichkeit hinaus und in unsere Partei hinein, sind große Verdienste. Zweifelsohne hat er sich nicht nur deshalb diesen Rückzug verdient.

In der LINKEN ist gestern eine neue Ära angebrochen. Wir alle können es uns im Moment schwerlich vorstellen, wie denn eine LINKE ohne Gregor in der ersten Reihe aussehen könnte, so zentral ist er für das Bild unserer Partei. Die größte Würdigung Gregors kann aber nur sein, diese Partei, sein Lebenswerk zu weiteren Erfolgen zu führen und inhaltlich stärker zusammenzubringen. Danke ihm haben wir die Chance diese Gesellschaft zum Besseren zu verändern, eine wirkliche Alternative im Kapitalismus und über diesen hinaus zu erkämpfen. Wer Respekt vor Gregors Leistung hat, darf diese Chance nicht verspielen.

In seiner „Abschiedsrede“ hat er betont, wie wichtig der Kompromiss für eine erfolgreiche LINKE ist, wie groß unsere Verantwortung gegenüber unserer eigenen Wählerschaft ist. Er hat uns entgegengerufen: „Macht aus alledem was draus“. Das wollen wir tun. Doch zuerst rufen wir aus dem Ländle zurück: „Danke Gregor! Du bist der Größte.“

Marco Radojevic, Sebastian Lucke und Lars Hilbig für das Forum Demokratischer Sozialismus Baden-Württemberg

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