IMG_3660Heute stellen wir euch unseren zweiten Antrag für den Landesparteitag am Wochenende vor. „Hinaus ins Land“ muss die Devise für die kommenden Jahre sein, denn das Land kommt nicht zu uns. Wir müssen Landespolitik auch für unsere GenossInnen abseits des Speckgürtels attraktiver machen. Wollen wir, DIE LINKE. Baden-Württemberg, wirklich der einzige Landesverband unserer Partei sein, der sich nicht aus der Landeshauptstadt hinauswagt? Oder die einzige Partei im Land? Ein Landesparteitag zieht zusätzliche mediale Aufmerksamkeit auf sich, die wir vor Ort gebrauchen und nutzen können. Lasst uns doch einfach mal in Mannheim, Tübingen oder Freiburg tagen!


Der Landesparteitag der LINKEN. Baden-Württemberg tagt seit Gründung des Landesverbands bisher ausschließlich in und um Stuttgart. Ein regelmäßiger Wechsel des Tagungsorts bietet eine Vielzahl von Chancen und erhöht die landesweite Sichtbarkeit der LINKEN.

Parteiaufbau und der ländliche Raum sind Themenstellungen, die unseren Landesverband regelmäßig umtreiben. Einigkeit herrscht in aller Regel darin, dass wir auch außerhalb der Großstädte Präsenz zeigen müssen. Eine Partei, die in den Landtag einziehen will, muss auf das Land zugehen. Mit Sitzungen des Parteitags jenseits der Landeshauptstadt binden wir einerseits die jeweiligen Kreisverbände stärker in die Landespolitik ein und erhöhen andererseits die Chancen auf mediale Sichtbarkeit der LINKEN insbesondere in lokalen Presseerzeugnissen.

DIE LINKE. Baden-Württemberg ist nicht nur neben der FDP die einzige größere Partei im Land, die ihre Parteitage stets in derselben Stadt austrägt, sie ist auch der einzige Landesverband der LINKEN in einem deutschen Flächenland, der dies tut.

Die starke Zentrierung des Landesverbands auf den Großraum Stuttgart trennt viele Basismitglieder in den ländlicheren Kreisverbänden von der Landespolitik – und es trennt die Landespolitik der LINKEN von den ländlichen Regionen. Unsere politische Konkurrenz im Land zeigt, dass es möglich ist, einen Parteitag etwa in Reutlingen (CDU), Donaueschingen (SPD), Heidenheim (Grüne), Karlsruhe (FDP) oder Rastatt (AfD) auf die Beine zu stellen. Warum schaffen wir es also nicht, zumindest mal in Freiburg, Mannheim und Tübingen zu tagen?

Vom Landesvorstand wird ein wechselnder Tagungsort vor allem aus finanziellen Gründen abgelehnt. Zum einen bieten aber zumindest die Großstädte eine ähnlich gute Infrastruktur und Anbindung. Zum anderen dürfen wir diese Frage jedoch nicht nur finanziell betrachten. Viel wichtiger ist das politische Zeichen, das von dieser Entscheidung abhängt: Beschränken wir uns auf den Speckgürtel oder gehen wir selbstbewusst hinaus ins Land und setzen auch ein deutliches Signal der Unterstützung für unsere GenossInnen im Land. Zeigen wir Präsenz in ganz Baden-Württemberg.

Daher fordern wir:

Der Landesparteitag tagt künftig an wechselnden Orten. Dabei werden alle vier Regierungsbezirke berücksichtigt.

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